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Gesundheit  beim  Manchester Terrier


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Jeder von uns, ob Züchter, Hundesportler oder einfach nur Hundefreund, wünscht sich einen topgesunden, bis ins hohe Alter agilen Hund. Die Erhaltung der Gesundheit unserer Hunde sollte das wichtigste für den Züchter sein, weshalb er wohl auch den Weg der Zucht über einen Verband wie die SKG suchte.

Ein Jeder weiss heute, dass in unserer Gesundheit verschiedene Faktoren eine Rolle spielen. Sicher sind die Anlagen, welche in unseren Genen verankert sind, ein wichtiger Faktor. Aber  die Ernährung und die Umwelt spielen eine ebenso entscheidende Rolle in der Entwicklung von Mensch und Tier. Neuste Erkenntnisse zeigen sogar, dass Gene die Eigenschaft aufweisen, sich ein- und ausschalten zu können. Je nachdem wie und wo sie gebraucht werden. Wie die Gene die Entwicklung eines Lebewesens beeinflussen ist aber nur ansatzweise erforscht. Sicher weiss man aber, dass schon das "Klima" in der Gebährmutter einen Einfluss auf die Entwicklung (das Ein- und Ausschalten) der Gene hat. Dieses Wissen ist für die Hundezucht sehr wichtig, weil sie zeigt, dass der Umwelt-Einfluss schon vor der Geburt beginnt. Wesentlich für die Gesundheit eines Hundes sind:

-         eine möglichst stressfreie Trächtigkeit der Mutter

-         optimale Bedingungen bei der Geburt

-         eine liebevolle, artgerechte Haltung während der Aufzucht

-         eine hochwertige, an Rasse und Leistung angepasste Ernährung

-         eine gute Sozialisierung mit angemessener Bewegung, einem steigenden Angebot der gesamten Reizwelt, angepasst an die Entwicklung, mit sehr viel Training, Aufgaben und Kontakte im gesamten Verlauf seines Hundelebens.

Aber selbst wenn sich ein Züchter die allergrösste Mühe gibt, seinen Teil zur Förderung der Gesundheit einer Rasse beizutragen, ist es nicht möglich, Gendefekte vollkommen auszumerzen. Hundezucht ohne Genfehler wird es wahrscheinlich niemals geben, da leider sehr oft erst die nächste oder übernächste Generation Aufschluss bringt. Auch entstehen immer wieder spontan Mutationen für Veränderungen bei Genen. Auch der Manchester Terrier bildet keine Ausnahme und kann, wie alle Tiere und Menschen mit genetischen Defekten geboren werden.

In der Schweiz brauchte es für die Zuchtzulassung eines Manchester Terriers bis vor Kurzem keine medizinischen Untersuchungen. Freiwillig wurden aber (von den meisten Züchtern) folgende Untersuchungen gemacht : Untersuchung auf Patellarluxation (Kneischeibe) und der Gentest auf von Willebrand (Bluterkrankheit)

Da aber immer häufiger von Willebrand-Träger Tiere festgestellt wurden, habe ich im Oktober 2006 bei der Züchtervereinigung des Schweizer Club für Terrier den Antrag gestellt, dass nur noch Manchester Terrier zur Zucht zugelassen werden, die mittels eines DNA-Blut-Tests eindeutig als vWD-frei ausgewiesen wurden.

An der Generalversammlung der Züchtervereinigung vom 28.Januar 2007 wurde dieser Antrag  gutgeheissen und wird mit dem neuen Zuchtreglement des SCFT in Kraft treten.

 

Ich habe versucht, einige Informationen zusammenzutragen und werde diese gegebenenfalls laufend ergänzen.

Von Willebrand Disease

(Bluterkrankheit)

 

Hypothyreose

(Schilddrüsen Unterfunktion)